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ich freu mich...

...dass du wieder lust auf schreiben has... sissiundkaromum,2012.10.15, 13:01

liebe indian!

ja ihr gefällts ganz gut :) - und i... sonolunaleonessa,2012.10.14, 09:00

Liebe Sono!

Dankeschön und da hab ich mich ja o... indian,2012.10.12, 20:51

liebe indian!

schön von dir zu lesen :) nat&uum... sonolunaleonessa,2012.10.12, 20:29

Liebe Sono!

Ich hoffe ich darf das so schreiben, als... indian,2012.10.12, 20:14

hallo ihr lieben

da bin ich wieder :) und ich weiss nicht... sonolunaleonessa,2012.10.12, 14:29

ja bitte

ich hätt auch gern wieder was zu le... jh,2012.10.05, 15:22

jö, eli

du bist wieder mal online *freu* hast l... sissiundkaromum,2012.10.05, 13:39

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Sonntag, 22.04.2012, 20:18

Mein Mann streichelte mich und sah Richtung Lucy. Es kam uns vor wie eine Ewigkeit dabei waren es geschätzte 1,5 Minuten. - Noch immer war ein Gedrängel beim Wickeltisch. - Ich wurde nervös, schrie nach vorne was den nun sei! Bevor noch eine Antwort kam hörte ich es wieder – das Schreien! Das Schreien unserer Tochter! Wie sah sie nun aus? War sie gesund? Warum war sie vorher still gewesen?

Ein strahlendes Lächeln kam mir entgegen. „Darf ich vorstellen – eure Tochter.“ - Auf der rechten Seite meines Kopfes wurde mir ein kleines zartes zerknautschtes Mädchen entgegengestreckt. Die Augen waren noch verschlossen, der Mund machte Saugbewegungen. Ich gab ihr einen Kuss und ehe ich einen Augenaufschlag riskierte war Sie schon wieder weg. Ich drehte mich in alle Richtungen, doch ich fand Sie nicht mehr...
Die Schwester, welche mir die ganze Zeit bei der OP die Hand gehalten hatte, erklärte uns dass unsere Maus nun in den Wärmekasten musste. Abgesehen davon mussten einige Untersuchungen gemacht werden. Lucy war 6 Wochen zu früh da und da musste man auf Nummer sicher gehen dass auch wirklich alles passte.

„05.05.2012 00:13“, sagte mein Mann. Ich schaute Ihn nur fragend an. Ich checkte nichts ich mehr. Ich war einfach nur Erschöpft und die Sorge um unsere Tochter machte mich „schlaflos“.
„Das ist der Geburtstag unserer Tochter“ - sagte er...

Ich wurde in den Aufwachraum geschoben. Mein Mann war immer bei mir, trotzdem fühlte ich mich alleine. Als würde etwas fehlen. Vielleicht der Bauch?! Ich war von einer Minute auf die andere wieder „ich“ - „alleine“ - mein Körper gehörte mir! Eigenartiges Gefühl. So von jetzt auf gleich...

2:30 – Wir beschlossen die frisch gebackenen Oma´s anzurufen – zeitgleich – damit keiner benachteiligt war bei der tollen Neuigkeit. Nachdem wir beide aus dem Schlaf gerissen hatten, und sich beide orientiert hatten, kam aus jedem Handy ein Freudenjubbel!... nur meiner blieb aus. Vielleicht war ich einfach zu erschöpft von der O.P. - Und nachdem wir seit über 24 Stunden zu keinem Schlaf kamen wäre das ja kein Wunder …

Nach einer unruhigen Nacht mit vielen Schmerzen und wenig Schlaf, wurde ich vom Aufwachraum
in mein Zimmer geschoben. Alle Schwestern waren total nett und gratulierten uns zu unserer süssen und gesunden Tochter.
Im Zimmer angekommen, fragte ich wann ich den endlich unsere Tochter wieder sehen konnte. Ich durfte Sie noch nicht halten – durfte Sie nur eine kurzen Moment sehen. - Ich hielt es kaum noch aus, die Sehnsucht nach Lucy war so groß! Ich wusste ja nicht mal wie Sie aussah, nachdem sich der Körper „entfalten“ hatte! „ Es tut mir leid Frau H., aber Lucy muss noch überwacht werden und da Sie noch nicht aufstehen oder sitzen können, muss ich Sie leider bitten zu warten.“ - Warten? Wie lange noch? Ich will zu unserem Kind! Sicher kann ich aufstehen – Tz, so stark konnten die Schmerzen schon nicht sein...
„Bringen Sie mir bitte einen Rollstuhl, ich schaffe das schon! Ich MUSS meine Tochter sehen!“ Ich bekam den Rollstuhl – Und 2 Minuten später hing ich an einem großen Tropf mit Schmerzmitteln. - Wenn ich daran denke spüre ich heute noch die Schmerzen in meinem Bauch die ich bekam als ich aufstehen wollte.
Ich musste also warten …

Selber Tag, 15:00 Uhr.
Ich schickte meinen Mann sicher um diese Uhrzeit schon zum 10. mal rauf auf die Frühchenstation um ein Foto von unserer Tochter zu machen! So konnte ich Sie wenigstens „sehen“. - Sie sah so süß aus! Noch immer war Sie ganz zerknautscht die kleine Maus.
Ich hatte so Sehnsucht Sie zu halten. - Wieder rief ich die Schwester, wieder bekam ich den Rollstuhl und wieder erlag ich meinen Schmerzen (und ich bin bei Gott kein wehleidiger Mensch).
Mir war zum heulen! Ich wollte endlich unsere Tochter halten! Endlich das Gefühl spüren von dem jeder redete wenn er das erste mal sein Kind im Arm hielt!

Die Zimmertür ging auf – meine Schwiegermama kam uns besuchen um uns ein paar Sachen zu bringen und um uns zu Gratulieren. Sie freute sich, dass sah man Ihr richtig an! Die stolze Oma.
Wir plauderten – über die Geburt – Ihre Reise die Sie noch am selben Tag antrat – dass am Sonntag Muttertag sei und ich Ihn heuer das erste mal feiern konnte - … Und plötzlich ging die Zimmertüre wieder auf! Ein Kinderwagen fuhr herein mit ganz vielen Decken darüber. Die Dame welche Ihn anschob lächelte mich an und hob ein Mini-Baby raus. „Frau H.?!“ - sie sah mich an - „Darf ich vorstellen, Lucy!“
Und plötzlich lag ein 44cm kleines Baby auf mir! 2200 Gramm wog Sie nur.
Mein Mann und meine Schwiegermama schauten uns mit feucht freudigen Augen an – mein Baby und mich! - Wahnsinn! Nun hielt ich mein Baby im Arm! Endlich! 15 Stunden nach der Entbindung! (Uns das ist eine wirklich lange Zeit!)
Ich war wirklich glücklich! Glücklich darüber dass ich Sie endlich im Arm hielt, dass Sie gesund war! Ich war für alles Dankbar! Und Glücklich! - Aber irgendwas fehlte! Irgendwas war in mir das etwas nicht stimmte, oder in Ordnung sei! Ich wusste nicht ob ich weinen oder lachen sollte! Wo war dieses Gefühl von dem jeder Sprach?!

P.S.: Anbei ein Foto welches mein Mann machte als ich Ihn hin und her schickte ;)


Mittwoch, 15.02.2012, 07:28
Minute um Minute verging – mir kam es vor wie Stunden! - Mein Körper resignierte, und ich wurde ruhiger. Ein Piks, ein brennender Schmerz – und schon war der „Startschuss“ gegeben. Plötzlich ging im hinteren Bereich eine Türe auf – ca. 10 weitere „Maskierte“ Menschen betraten den OP – Bist gscheit da hats „gwurdlt“! - Und da war er endlich! - Mein Mann! - Er war zwar auch „maskiert“ aber Ihn erkannt ich gleich! Seine für mich unverwechselbaren vertrauten Augen!
Jetzt war ich „bereit“ - Soweit man halt für so eine Situationen bereit sein kann.
Ich legte mich nieder – Vor meinem Kopf wurde ein riesiges grünes Tuch gespannt. Schiach war dass so was genau vorm Kopf zu haben!
Auf der linken Seite von meinem Bett war eine Krankenschwester und auf der rechten Seite war mein Mann. Beide hielten und streichelten meine Hand. Richy erzählte mir wieder Geschichten um mich abzulenken – Keine Ahnung mehr was, aber es tat gut seine Stimme zu hören.

Hinter dem Vorhang hörte ich das OP- Geschirr klirren, man sprach auf „Ärztisch“ miteinander und ich spürte wie mein Bauch mit Desinfektion eingerieben wurde - ? ich SPÜRTE wie mein Bauch eingerieben wurde!!?? - „Dr. Lucky, ich glaub die Spritze wirkt noch nicht! Ich spüre noch die Berührungen am Bauch! Dumpf, aber ich spüre sie!“ - Dr. Lucky dürfte mir etwas kaltes auf den Bauch gelegt haben - „Spürst Du den kühlen Tupfer?“ - „Nein“ antwortete ich etwas verunsichert.
Dann erklärte er mir was man mit einem Kreuzstich spürte und was nicht. Irgendwas mit den Nerven und so. Auf alle Fälle würde ich keinen Schmerz spüren wenn er mit der OP beginnt

„Guat daun gemmas hoit on!“

„Skalpell, - Blabla, - Tupfer, -Blabla“ - Dann wurden wieder ein paar Sätze auf „Ärztisch“ gesprochen. „Bitte hier halten und auseinander ziehen.“ „Blalalabla“ - Lautes Gelächter hinter dem Vorhang. Na schön. Scheint alle gut zulaufen wenn sa sich so abhaun!....
Neben mir mein Mann, der mir immer noch Geschichten erzählte und meine Hand streichelte. Die Krankenschwester neben mir streichelt auch noch meine Hand, und an Ihren Augen erkannte ich das Sie mich anlächelte. Und meine Wenigkeit?! Ich hab genau goar nix mitbekommen was um mich herum geschah – Ich war in Trance – wartete nur auf den ersten Schrei von Lucy – hatte Angst vor der ersten Reaktion des Arztes – lieber Gotte lass unsere Tochter gesund sein – Lass Sie uns bitte bitte „umsonst“ holen (Hoffentlich hat Sie sich nur mit der Nabelschnur gespielt) – Lucy ich hoffe so sehr das es Dir gut geht!
In und auf meinem Bauch ging´s zu – Ich spürte jede Berührung – jedoch keinen Schmerz! Spürte wenn auf meinem Bauch etwas abgelegt oder in meinem Bauch herum „gestirdlt“ wurde.
„Mah – wie lange dauert den so etwas?! Geheissen hat´s ca. 15 Minuten und jetzt lieg ich schon – oh, erst 10 Minuten da?! Mah – die Zeit vergeht ja gar nicht!!!“ - sagte ich zu meinem Mann. Der grinste mich nur an, schaute vor auf meinem Bauch und meinte „Sie arbeiten eh ganz schnell.“

„Waaaaah waaaah waaaaah“ „Elli, eure Tochter ist da! So a hübsches Dirndl habt´s!“ - sagte Dr. Lucky. Mein Mann pflichtete dem mit freudigen Augen zu! „Ja Schatz, Sie ist wirklich total hübsch!“ „Ist mir SCHEISS EGAL ob sie hübsch ist, ist Sie gesund?! Geht´s Ihr gut?!!!“ - schrie ich etwas empört. „Jaja Elli, sie ist gesund und wie man hört hat sie ein gutes Organ!“
Moment – jetzt wo wir davon redeten, wieso schreit Lucy nicht mehr?! Wieso war mein Mann plötzlich so nervös? Wieso standen bei dem Wickeltisch 3 Leute und fuchteln an Lucy herum?
Lucy?!.....


Samstag, 11.02.2012, 17:05
Dr. Lucky stand seit mittlerweile 1 ½ Stunden bei mir und erklärte mir alles – alle vor und Nachteile – dennoch, es war so wahnsinnig schwierig eine Entscheidung zu treffen!
Vollnarkose wäre sicher die „angenehmere“ Variante, aber da dürfte mein Mann nicht bei mir sein und ich würde den ersten Schrei unserer Tochter nicht hören. Was tun?!
Ich hab mich vor einem Kreuzstich richtig angschissen! - Also so richtig! Aber mir blieb nichts anderes übrig den ich brauchte meinen Mann dabei – bei mir – die Situation war einfach keine wo man alleine sein wollte/durfte.

Die O.P wurde auf 23.00 angesetzt. Der Notkaiserschnitt stand also fest! In wenigen Stunden würden wir unsere Tochter sehen! 6 Wochen zu früh!
Ob mit Ihr alle ok sein wird? Wie wird Sie es verkraften auf einmal aus Ihrer gewohnten Umgebung gerissen zu werden? Wie wird Sie wohl aussehen?! Gott war das aufregend!
Shit – wir müssen Windeln, Feuchttücher, Schnuller, usw. noch kaufen! - Dokumente...!!– Wir haben keine Dokumente da und wir mussten ja unsere Tochter anmelden und den ganzen schriftlichen Kram machen! Jessas – soviel ist noch zu tun! - Und Sie kommt HEUTE! -Panik!

Mein Mann lief wie ein aufgescheuchtes Hendl auf und ab. Ich lag immer noch am CTG (wir mussten ja beobachten ob das noch mal passiert weil im aller größten Notfall hätte ich eine Vollnarkose bekommen und es wäre nicht mehr bis 23.00 gewartet worden).
Wir dachten uns einen „Schlachtplan“ aus. Wir mussten irgendwem um unsere Dokumente schicken. (Die Dokumente waren in Wien und wir in OW). Und wir mussten uns überlegen wie wir unserer Familie sagen was nun wirklich Sache ist – Immerhin wussten nicht mal alle dass ich im Spital lag! Und die die es wussten, wussten nicht warum. Alles war auf einmal so kompliziert! Und das alles nur weil wir die Leute schützen wollten – Es sollte sich keiner „unnötige“ Sorgen machen. Ausserdem hätte uns das noch mehr nervös gemacht wenn wir permanent gefragt worden wären was jetzt nun sei.

Wir beschlossen die Schwester vom Richy anzurufen. Sie hat einen Schlüssel für die Wohnung und man kann auf Sie zählen wenn was ist! Genau die richtige Person die wir nun brauchten!
Gesagt getan – Schwester angerufen – alles berichten – Entsetzen, Freude, Glückwünsche (Wahnsinn unsere ersten Glückwünsche!!) und das übliche „bla bla bla“ was man eben so spricht... - Morgen Früh würde Sie kommen und uns alles bringen was wir brauchen! Gott sei dank – Das war nämlich wirklich wichtig! (Noch mal ein herzliches Danke liebe Schwägerin!)

„Elli, du solltest dich nun duschen und rasieren gehen (eh schon wissen wo), damit wir dich für die OP vorbereiten können.“ - „Duschen?! Und was ist mit dem CTG? Was ist wenn der Herzton abfällt und wir das nicht mitbekommen?!“ Wie auf Eiern bin ich zu Dusche gegangen. Ich wollte mich nicht zu schnell, zu unruhig oder sonst was bewegen – Immerhin könnte ich ja einen Herztonabfall bekommen und dies nicht mitbekommen!?

Nachdem ich mein OP Gewand bekam, mit der Anästhesistin gesprochen hatte war die Panik wieder da. - Mehr den je - Oh Gott, oh Gott, ich zitterte. Konnte mich nicht mehr bewegen! Mein ganzer Körper bebte nur mehr - von alleine – ich hatte keine Kontrolle mehr! Das einzige was ich noch spürte war die Hand von meinem Mann – er ließ Sie nicht los – er erzählte mir permanent Geschichten um mich abzulenken! - Ich hatte zwar keine Ahnung was er da vor sich hin redete, aber es tat gut seine Stimme zu hören – wurscht was er erzählte, Hauptsache ich hörte Ihn!

Nun war es soweit – mein Bett wurde Richtung OP geschoben. In meinem Kopf ging´s zu – Freude, Angst, Anspannung, Neugier und zugleich fühlte ich mich leer. Wahnsinn – diese psychische Belastung war (überhaupt jetzt im Nachhinein gesehen) sehr gewaltig! Gott sei dank war mein Mann bei mir (ich kann es nicht oft genug sagen!).
Vor dem OP trennten sich aber unsere Wege. Unsere Hände, die zusammen geschweisst waren gingen auseinander. Ich wurde zur Anästhesie geschoben und mein Mann musste sich umziehen. - Auf einmal war ich alleine. Sah nur mehr Menschen mit Masken um mich herum. Ich erkannte zwar an den Augen der Schwester dass Sie mich anlächelten, aber ich hatte solche Angst dass mich das genau „Nüsse“ interessierte. -Ich suchte nur meinen Mann! - Seine Hand! - Seine Stimme! - Seine nähe! - Wo war er nur? Warum war er solange weg?
Dazu kam noch dass ich alles verschwommen sah, da ich meine Kontaktlinsen raus tun musste. Ich sah nur mehr verschwommene Maskenmenschen.- Sehr toll! Nicht gerade ein hilfreicher Ausblick wenn man eh schon unter Schock steht.
Alle redeten durcheinander – redeten auf mich ein! Ich zitterte so stark das die Anästhesistin mich erst beruhigen musste – „Sonst würde Sie sich verstechen“ - meinte Sie. Natürlich führte dieser Satz zu noch mehr Panik, und noch mehr zittern! Ich bekam kaum noch Luft! Alles war plötzlich so erdrückend! - Ich versuchte mich zusammen zu reissen – doch mein Körper hatte die Überhand. Wahnsinn – So kannte ich mich überhaupt nicht! - Eine neue Situation mit einer neuen Reaktion – ganz schlechte Mischung! Und der einzige der mich hätte beruhigen können war nicht da, denn mein Mann durfte noch nicht zu mir ….